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Beitragsprimat für Pensionskasse Köniz

Um die berufliche Vorsorge der Versicherten der Pensionskasse Köniz langfristig zu sichern, beantragt der Gemeinderat den Wechsel vom Leistungs- zum Beitragsprimat. Die Behandlung des Geschäfts erfolgt im März im Gemeindeparlament. Die Volksabstimmung ist auf den 14. Juni 2015 terminiert.

Die Pensionskasse des Personals der Einwohnergemeinde Köniz (PK Köniz) versichert gut 570 Arbeitnehmende der Einwohnergemeinde Köniz und von angeschlossenen Institutionen sowie die Mitglieder des Gemeinderats. Wie viele andere Pensionskassen in der Schweiz, leidet auch die PK Köniz unter den insgesamt stark rückläufigen Renditen seit der Jahrtausendwende. Der Deckungsgrad der PK Köniz ist von über 130 Prozent Ende 2007 auf 104 Prozent Ende 2013 gesunken, basierend auf einem technischen Zinssatz von stets 4 Prozent. Würde der Deckungsgrad unter 100 Prozent sinken, hätte die PK Köniz nicht mehr genügend Vorsorgevermögen, um alle Verpflichtungen zu erfüllen. Ursache des sinkenden Deckungsgrads sind die schwierige Lage an den Kapitalmärkten und das sehr niedrige Zinsniveau.

Um die berufliche Vorsorge der Versicherten der PK Köniz langfristig zu sichern, schlägt der Gemeinderat dem Parlament und den Stimmberechtigten den Wechsel vom Leistungs- ins Beitragsprimat vor. Der Wechsel soll per 1. Januar 2016 vollzogen werden. Beim Leistungsprimat wird die Altersrente im Voraus berechnet und entspricht einem Prozentsatz des letzten versicherten Lohns vor der Pensionierung. Beim Beitragsprimat hingegen ergibt sich die Altersrente aus dem effektiv vorhandenen Sparguthaben (einbezahlte Beiträge plus Zinsen) jeder und jedes Versicherten zum Zeitpunkt der Pensionierung. Mit dem Beitragsprimat wird ein zeitgemässes, weit verbreitetes Vorsorgesystem eingeführt, welches flexibel auf die schwankenden Vermögenserträge und die zunehmenden Kosten im Zusammenhang mit der steigenden Lebenserwartung reagieren kann.

Der Systemwechsel erfordert Anpassungen, die zum Teil finanzielle Konsequenzen haben. Für die einmalige Erhöhung des Rentendeckungskapitals der PK Köniz wird ein Betrag fällig, der erst per Ende 2015 definitiv festgelegt werden kann. Der Gemeinderat beantragt deshalb nicht einen konkreten Kredit zur Genehmigung, sondern eine Berechnungsformel. Per Ende 2014 würde sich der benötigte Betrag auf rund 12,9 Millionen Franken belaufen. Zudem beantragt der Gemeinderat für die Finanzierung einer Übergangsregelung für Personen mit den Jahrgängen 1953 – 1960 einen Kredit von rund 2,9 Millionen Franken.

Genehmigt das Gemeindeparlament die Vorlage im kommenden März, haben die Stimmberechtigten in der Volksabstimmung vom 14. Juni 2015 das letzte Wort.

Auskunftspersonen

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